Künstliche Intelligenz im Mittelstand: Strategien, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren am Beispiel von Dr. Wolff
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Künstliche Intelligenz im Mittelstand: Strategien, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren am Beispiel von Dr. Wolff

KI im betrieblichen Alltag: Effizienzsteigerung durch maßgeschneiderte Lösungen

Das Bielefelder Unternehmen Dr. Wolff, bekannt für seine Kosmetik- und Pharmazieprodukte, setzt seit einiger Zeit auf künstliche Intelligenz (KI), um den Arbeitsalltag seiner Mitarbeiter zu erleichtern. Inna Hilgenberg, stellvertretende Abteilungsleiterin Konfektionierung, nutzt täglich das firmeneigene KI-Tool WolffGPT. Mit diesem Programm erstellt sie Arbeitsanweisungen, gestaltet Präsentationen und bearbeitet komplexe Excel-Tabellen. "Ich sehe nur Vorteile bei der KI", betont Hilgenberg. Die KI entlastet sie und ihre Kollegen bei routinemäßigen Aufgaben und ermöglicht es ihnen, sich auf wichtigere Tätigkeiten zu konzentrieren.

Datenschutz und unternehmensspezifische KI-Lösungen

Ein zentrales Anliegen von Dr. Wolff war der Schutz sensibler Unternehmensdaten. Viele Mitarbeiter nutzten zwar privat Tools wie ChatGPT, doch das Unternehmen wollte keine internen Daten an externe Anbieter wie OpenAI weitergeben. Die Lösung war die Entwicklung einer eigenen KI-Plattform: WolffGPT-Studio. Diese basiert auf großen Sprachmodellen, wurde jedoch intern konfiguriert und an die spezifischen Systeme und Daten des Unternehmens angebunden. So bleibt die Kontrolle über die Daten beim Unternehmen, und die KI kann sicher eingesetzt werden.

KI-Kompetenz im Unternehmen: Schulungen und Pioniere

Dr. Wolff hat ein umfassendes Schulungsprogramm eingeführt, um die KI-Kompetenz der Mitarbeiter zu stärken. Über 100 sogenannte KI-Pioniere in verschiedenen Abteilungen und Niederlassungen haben an diesen Schulungen teilgenommen. Diese Pioniere sind keine IT-Experten, sondern Kollegen aus allen Bereichen, die ein besonderes Interesse an KI haben. Sie lernen in etwa zehn Stunden, wie man effektive Prompts formuliert, welche Daten verwendet werden und wie man KI-Agenten entwickelt. Diese Agenten übernehmen spezifische Aufgaben, etwa im IT-Support oder im Marketing, und entlasten so die Teams.

KI als strategisches Werkzeug gegen den Fachkräftemangel

Der Einsatz von KI ist für mittelständische Unternehmen wie Dr. Wolff eine strategische Antwort auf den Fachkräftemangel. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) nutzen bereits 25 Prozent der befragten Unternehmen KI, um ihre Mitarbeiter zu entlasten. KI übernimmt repetitive oder administrative Aufgaben, ohne dass Fachkräfte abgebaut werden. Beispiele hierfür sind Malerroboter in Handwerksbetrieben oder digitale Assistenzsysteme für die Routenplanung in der Logistik. Bei Dr. Wolff wird KI vor allem in Verwaltungs- und Kreativbereichen eingesetzt, doch Anwendungen für die Produktion sind in Entwicklung.

Herausforderungen und Akzeptanz von KI

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen bei der Einführung von KI. Laut OECD nutzt europaweit nur jedes 17. kleine und mittlere Unternehmen KI. Gründe hierfür sind schleppende Digitalisierung, unzureichende Infrastruktur und ein mangelndes Verständnis für die Vorteile von KI. Bei Dr. Wolff ist die Akzeptanz jedoch hoch: Fast 90 Prozent der Mitarbeiter mit Computerarbeitsplatz haben die KI-Module absolviert. Die Schulungen finden während der Arbeitszeit statt und sind kurz gehalten, um die Hürden für die Teilnahme zu minimieren. "Die Akzeptanz ist definitiv sehr hoch", bestätigt Karoline Bauch, Expertin für KI-Kommunikation bei Dr. Wolff.

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Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Warum hat Dr. Wolff ein eigenes KI-Tool entwickelt?
  2. 2. Was sind die Aufgaben der KI-Pioniere bei Dr. Wolff?
  3. 3. Wie unterstützt KI mittelständische Unternehmen im Umgang mit dem Fachkräftemangel?
  4. 4. Welche Herausforderungen gibt es bei der Einführung von KI in kleinen und mittleren Unternehmen?
  5. 5. Wie hoch ist die Akzeptanz von KI bei den Mitarbeitern von Dr. Wolff?
  6. 6. In welchen Bereichen wird KI bei Dr. Wolff aktuell eingesetzt?
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