Methoden und Forschung der Archäologie
Die Suche nach alten Orten
Archäologen müssen wissen, wo sie graben sollen. Sie schauen sich die Landschaft genau an. Menschen bauten früher Dörfer eher in Tälern als auf Bergen, weil sie Wasser von einem See oder Fluss brauchten. Ein Sumpf wäre eine schlechte Stelle gewesen. Besonders hilfreich sind Luftbilder aus Flugzeugen. Wenn unter der Erde Ruinen von einem Haus liegen, dann wachsen die Pflanzen darüber schlechter oder weniger hoch. Vom Flugzeug aus sieht man dunkle Linien oder Flecken auf den Fotos.
Ausgrabung und Konservierung
Wenn Archäologen graben, müssen sie sehr vorsichtig sein. Sie entfernen Erde und Staub, um an die Funde zu gelangen. Sie müssen genau aufschreiben, was sie wie und wo gefunden haben. Danach behandeln sie die Fundstücke so, dass sie gut erhalten bleiben. Das nennt man konservieren. Das ist besonders bei Holz wichtig. Manchmal decken Archäologen eine Fundstätte nach der Ausgrabung wieder mit Sand zu, damit die Ruinen besser geschützt sind. Luft, Licht und Wind würden die Ruinen wahrscheinlich bald beschädigen.
Experimente und Zusammenarbeit
Eine recht neue Methode ist die experimentelle Archäologie. Hier erforschen Wissenschaftler, wie die Menschen bestimmte Dinge hergestellt haben könnten. Sie bauen zum Beispiel einen Speer oder ein Boot nach und benutzen dabei die Mittel, die damals zur Verfügung standen. Sie machen Experimente und beobachten Menschen, die versuchen, eine Zeit lang wie in der Steinzeit zu leben. Archäologen müssen gut messen und rechnen können. Sie arbeiten auch mit anderen Wissenschaftlern zusammen, zum Beispiel mit Philologen. Ein Philologe kennt die alten Sprachen Griechisch und Latein und kann Inschriften auf römischen Fundstücken lesen.