Olympia 2036: München oder KölnRheinRuhr – wer setzt sich durch?
Die Entscheidung fällt heute
Heute entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welche deutsche Region sich für die Olympischen Sommerspiele bewerben darf. Zur Wahl stehen München und die Metropolregion KölnRheinRuhr. Berlin hat seine Bewerbung kurzfristig zurückgezogen, da die neue Landesregierung die hohen Kosten und den Nutzen infrage stellte. Eine Evaluierung des DOSB sieht München leicht im Vorteil.
Die Bewerbungskandidaten im Vergleich
Beide Kandidaten werben mit nachhaltigen Spielen und bestehender Infrastruktur. KölnRheinRuhr plant, die Wettbewerbe in der gesamten Region zu verteilen. Damit könnten über 17 Millionen Tickets verkauft werden. München setzt auf kurze Wege und Erfahrung. Die Stadt hat erst kürzlich den Zuschlag für das Champions-League-Finale 2028 und die Leichtathletik-WM 2031 erhalten.
Politische Unterstützung und internationale Konkurrenz
Die Bundesregierung unterstützt die Bewerbung. Auch die Landesregierungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen stehen hinter dem Vorhaben. International gibt es jedoch starke Konkurrenten wie Katar, Indien und die Türkei. Beobachter rechnen asiatischen Kandidaten gute Chancen aus, da die letzten Spiele an westliche Städte vergeben wurden. Deutschland hat sich daher noch nicht auf ein konkretes Jahr festgelegt.
Historische Verantwortung
Deutschland hat die Olympischen Sommerspiele bereits zweimal ausgerichtet: 1936 in Berlin und 1972 in München. Beide Ereignisse waren historisch bedeutsam, aber auch umstritten. Eine Bewerbung für 2036, genau 100 Jahre nach den Spielen in Berlin, wird daher kritisch diskutiert. Bundespräsident Steinmeier betonte die historische Verantwortung einer solchen Bewerbung.