Pakistans Vermittlungsbemühungen im Iran-Konflikt: China als wichtiger Partner
Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir reisten nach Peking, um mit Chinas Führung über den Iran-Krieg zu sprechen. Pakistan versucht seit Monaten, zwischen den USA und Iran zu vermitteln. Im April hatte das Land bereits Gespräche zwischen den Konfliktparteien organisiert. Obwohl es keine großen Fortschritte gab, gilt seit dem 8. April eine fragile Waffenruhe. China unterstützt Pakistans Bemühungen und will gemeinsam mit Islamabad für Frieden in der Region sorgen.
Unterschiedliche Signale aus den USA
US-Präsident Donald Trump sendet widersprüchliche Botschaften. Zuerst sagte er, ein Abkommen sei „weitgehend ausgehandelt“. Später betonte er, dass es entweder ein „großartiges und bedeutungsvolles“ Abkommen geben werde – oder gar keins. Die USA und Israel hatten den Krieg im Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen. Sie begründeten dies mit Irans Atomprogramm und der Möglichkeit, dass das Land Atomwaffen bauen könnte.
Irans Position: Erst Frieden, dann Atomverhandlungen
Iran besteht darauf, zuerst den Krieg zu beenden, bevor über das Atomprogramm gesprochen wird. Ein geplantes Rahmenabkommen soll 14 Punkte umfassen und den Konflikt beilegen. Erst danach will Teheran innerhalb von 60 Tagen über das Atomprogramm verhandeln. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai betonte, dass die Priorität auf der Beendigung des Krieges liege.
Chinas Rolle und internationale Reaktionen
China begrüßt Pakistans Vermittlungsbemühungen und will gemeinsam mit Islamabad „positive Beiträge zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität“ leisten. US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich optimistisch, setzte aber klare Grenzen: Iran dürfe niemals eine Atomwaffe besitzen. Gleichzeitig rief Trump mehrere muslimische Länder auf, im Zuge einer Friedenslösung die Abraham-Abkommen mit Israel zu unterzeichnen.