Polens Präsident stoppt Gesetz für Lebenspartnerschaften
Das geplante Gesetz
In Polen wollte die Regierung ein neues Gesetz einführen. Es sollte eingetragene Lebenspartnerschaften für alle Paare geben. Das bedeutet: Zwei Menschen können ihre Partnerschaft offiziell machen. Sie bekommen dann ähnliche Rechte wie verheiratete Paare. Zum Beispiel dürfen sie medizinische Informationen über den Partner bekommen oder gemeinsam eine Wohnung nutzen. Das Gesetz sollte auch für gleichgeschlechtliche Paare gelten.
Der Präsident stoppt das Gesetz
Der Präsident von Polen, Karol Nawrocki, hat das Gesetz gestoppt. Er legte ein Veto ein. Das bedeutet, er hat gesagt: Nein, das Gesetz gefällt mir nicht. Nawrocki sagt: Eine Ehe ist nur für Mann und Frau. Das steht auch in der polnischen Verfassung. Viele Menschen in Polen sind enttäuscht. Sie finden, alle Paare sollen die gleichen Rechte haben.
Reaktionen auf das Veto
Ministerpräsident Donald Tusk ist verärgert. Er sagt: Das Veto zeigt, dass der Präsident die Menschen nicht respektiert. Auch die Gleichstellungsbeauftragte Katarzyna Kotula ist sauer. Sie sagt: Immer mehr Menschen in Polen unterstützen das Gesetz. Der Präsident kann die Veränderungen nur verzögern, aber nicht aufhalten. Trotzdem ist es schwer, das Veto zu überstimmen. Die Regierung braucht eine große Mehrheit im Parlament.