Schwedens Parlamentswahl: Unklarheit nach knappem Ergebnis
Sozialdemokraten knapp vorne, aber keine klare Mehrheit
Bei der Parlamentswahl in Schweden haben die Sozialdemokraten unter der Führung von Magdalena Andersson das beste Ergebnis erzielt. Trotzdem ist unklar, ob sie eine Regierung bilden können. Die beiden großen Blöcke – das linke und das rechte Lager – liegen so nah beieinander, dass das Endergebnis entscheidend sein wird. Andersson braucht die Unterstützung aller drei anderen Parteien ihres Blocks, doch die Linkspartei fordert einen Platz in der Regierung. Das lehnt die Zentrumspartei jedoch ab.
Schwedendemokraten verlieren überraschend
Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten haben zum ersten Mal seit ihrem Einzug ins Parlament Stimmen verloren. Parteichef Jimmie Akesson zeigt sich zwar enttäuscht, betont aber, dass mehr Menschen jetzt offen zu ihrer Partei stehen. Experten vermuten, dass die Partei durch ihre pragmatischere Haltung einige Wähler verloren hat. Die Schwedendemokraten wollten eigentlich an der Regierung beteiligt werden, doch ihr schlechteres Ergebnis macht dies unwahrscheinlich.
Regierungschef Kristersson sucht nach einer Lösung
Der amtierende Regierungschef Ulf Kristersson von den Moderaten möchte eine stabile Mehrheit organisieren. Vor der Wahl hatte er geplant, die Schwedendemokraten in die Regierung einzubinden. Doch nach deren Niederlage ist unklar, wie eine Regierung aussehen könnte. Kristersson betont, dass es wichtiger ist, eine stabile Lösung zu finden, als schnell zu handeln.