SPD fordert Aufklärung nach AfD-Wahl in Sachsen-Anhalt
Die Wahl des AfD-Politikers
In Sachsen-Anhalt wurde Tobias Rausch von der AfD zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. Viele Menschen sind darüber besorgt. Die AfD wird von einigen als rechtsextrem eingestuft. Die SPD ist besonders verärgert. Sie sagt, es sei ein Problem, dass ein Politiker der AfD ein so wichtiges Amt bekommt.
Die SPD fordert nun Erklärungen von der CDU. SPD-Chef Lars Klingbeil sagt, es sei ein Tabubruch, Rechtsextreme in solche Ämter zu wählen. Er will wissen, warum so viele Stimmen für Tobias Rausch abgegeben wurden. Die AfD und das BSW haben zusammen nur 44 Stimmen, aber Rausch bekam 48 Stimmen. Das bedeutet, auch andere haben für ihn gestimmt.
Protest der SPD in Berlin
Die SPD hat in Berlin protestiert. Viele SPD-Politiker gingen vom Bundestag zum Bebelplatz. Dort wurden 1933 Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt. Die Politiker trugen Ausgaben des Grundgesetzes und zeigten damit, dass sie die Demokratie schützen wollen. Fraktionschef Matthias Miersch betonte, dass dies kein normaler Tag sei. Er sagte, die Demokratie stehe unter Druck.
Reaktionen der CDU
Die CDU hat sich bisher nicht klar geäußert. Unionsfraktionschef Thorsten Frei sagte, die Wahl sei geheim und jeder könnte dafür gestimmt haben. Er findet die Situation aber sehr besorgniserregend. CDU-Chef Friedrich Merz hat sich noch nicht dazu geäußert. Die Diskussion über die sogenannte "Brandmauer" gegen die AfD geht weiter.