Steigende Krebsraten bei jungen Erwachsenen: Ursachen und Prävention
Zunahme von Krebs bei jungen Menschen
In den letzten 20 Jahren hat die Zahl der Krebserkrankungen bei Menschen unter 50 Jahren zugenommen. Besonders betroffen sind sechs Krebsarten: Schilddrüsen-, Brust-, Darm-, Nieren-, Gebärmutter- und Blutkrebs. Experten sind unsicher, ob es wirklich mehr Fälle gibt oder ob Krebs heute einfach früher erkannt wird. Bei Darmkrebs zum Beispiel hat sich die Zahl der Diagnosen in England verdoppelt.
Bessere Diagnosen oder mehr Erkrankungen?
Einige Studien zeigen, dass die Zunahme von Krebsfällen auf bessere Früherkennung zurückzuführen ist. Menschen gehen öfter zum Arzt und lassen sich untersuchen. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Beispiel stieg die Zahl der Diagnosen, aber nicht die Zahl der Todesfälle. Das deutet darauf hin, dass Krebs heute früher erkannt wird. Bei Darmkrebs sieht es jedoch anders aus: Hier steigen auch die Zahlen für fortgeschrittene Stadien. Das lässt vermuten, dass es tatsächlich mehr Erkrankungen gibt.
Mögliche Ursachen: Lebensstil und Ernährung
Experten vermuten, dass der moderne Lebensstil eine Rolle spielt. Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel könnten das Krebsrisiko erhöhen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) bestätigt, dass Fettleibigkeit mit mindestens 13 Krebsarten zusammenhängt. Besonders bei jungen Menschen hat Übergewicht stark zugenommen. Auch verarbeitete Fleischwaren und Alkohol gelten als Risikofaktoren. Ballaststoffe aus Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchten können das Risiko senken.
Prävention: Was kann man tun?
Junge Menschen können ihr Krebsrisiko senken, indem sie auf einen gesunden Lebensstil achten. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein gesundes Gewicht. Experten betonen, dass kleine Veränderungen wie mehr Spaziergänge oder der Verzicht auf verarbeitetes Fleisch schon viel bewirken können. Auch wenn Krebs bei jungen Menschen noch selten ist, lohnt es sich, auf die Gesundheit zu achten.