Der Wasserverbrauch von Rechenzentren
Der Wasserverbrauch von Rechenzentren
Rechenzentren benötigen große Mengen Wasser für die Kühlung ihrer Server. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich rund 13 Milliarden Liter Wasser verbraucht. Bis 2030 könnte dieser Wert auf bis zu 27 Milliarden Liter jährlich steigen. Dabei handelt es sich um eine Projektion unter bestimmten Annahmen, nicht um eine feststehende Entwicklung. Diese Menge entspricht ungefähr dem Trinkwasserbedarf von 580.000 Menschen. Für eine einzelne neue Großanlage rechnet man je nach Kühltechnik mit einem Jahresbedarf von etwa 200 bis 930 Millionen Litern.
Die Wahl der Kühltechnik ist entscheidend
Bei der Verdunstungskühlung wird die entstehende Wärme mithilfe von verdampfendem Wasser an die Umgebung abgegeben. Geschlossene Kreisläufe und trockene Kühlsysteme können diesen direkten Wasserverbrauch hingegen weitgehend vermeiden. Angaben der Bundesregierung zeigen, dass Rechenzentren mit geschlossenen Kühlkreisläufen kein Wasser für die Kühlung benötigen. Das Umweltbundesamt fand keinen Zusammenhang zwischen hohem Wasserverbrauch und niedriger Energieeffizienz. Wassereffiziente Kühlung muss also nicht schlechter für den Stromverbrauch sein.
Probleme bei der Erfassung der Daten
Seit 2024 müssen Betreiber von Rechenzentren ab 300 Kilowatt elektrischer Anschlussleistung Angaben zum Wasserverbrauch veröffentlichen. In der öffentlich zugänglichen Bundesdatenbank standen bei einer Auswertung im September 2026 jedoch erst 319 Rechenzentren. Das Umweltbundesamt stellte unvollständige und fehlerhafte Datensätze fest. Diese Lücken erschweren belastbare nationale Hochrechnungen und den Vergleich einzelner Standorte. Sie sind deshalb eine wesentliche Unsicherheit der neuen Verbrauchsprognose.