Ilse Aigner: Von der Ministerin zur möglichen Präsidentin
Ihre Herkunft und ihr Weg in die Politik
Ilse Aigner kommt aus Bayern und ist 61 Jahre alt. Ihr Vater war Elektromeister und saß für die CSU im Gemeinderat in Feldkirchen-Westerham. 1990 wurde Ilse Aigner selbst Gemeinderätin und übernahm das Amt von ihrem Vater. Ihr erster großer politischer Erfolg war ein Disco-Bus, der junge Leute von den Dörfern nach Rosenheim brachte. Dieses Angebot gibt es bis heute. Heute ist sie eine wichtige Politikerin in der CSU und hat schon viele Ämter bekleidet.
Ihre Zeit als Bundesministerin
2008 wurde Aigner Bundesministerin für Verbraucherschutz im Kabinett Merkel. Das galt als eines der undankbarsten Ämter. Es gab viele Krisen wie EHEC auf Sprossen, Dioxin in Eiern oder Pferdefleisch in der Lasagne. Aigner hat diese Probleme gut gemeistert. Sie sorgte für Konsequenzen, verhandelte auf EU-Ebene und regelte Ausgleichszahlungen für Bauern. Deshalb musste sie nicht zurücktreten, obwohl andere Minister wegen weniger gehen mussten.
Ihr Weg nach oben
Später war Aigner in Bayern Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin unter Horst Seehofer. 2018 wurde sie Landtagspräsidentin in Bayern. Dort zeigt sie sich bürgernah, sucht den Dialog mit Bürgern und spricht über den Wert der Demokratie. Sie reiste sogar nach Srebrenica und nahm die Mütter der Ermordeten in den Arm. Jetzt könnte sie Bundespräsidentin werden. Sie wäre dann die erste Frau in diesem höchsten Staatsamt.