Sternschnuppen im Juni: Beobachtungstipps und Hintergründe
Die wichtigsten Meteorströme im Juni
Im Juni gibt es zwei Haupt-Meteorströme, die man beobachten kann: die Tages-Arietiden und die Juni-Bootiden. Die Tages-Arietiden sind vom 1. bis etwa zum 24. Juni aktiv. Ihr Maximum erreichen sie am 7. Juni. Allerdings sind sie schwer zu beobachten, weil ihr Radiant in der Nähe der Sonne liegt. Das bedeutet, sie sind nur kurz vor Sonnenaufgang sichtbar und der Mond kann die Sicht zusätzlich erschweren.
Die Juni-Bootiden: Ein besonderes Ereignis
Die Juni-Bootiden erreichen ihr Maximum am 22. Juni gegen 3 Uhr MESZ. Ihr Radiant liegt im Sternbild Bärenhüter und ist in unseren Breiten zirkumpolar. Das heißt, er ist die ganze Nacht über sichtbar. Die Juni-Bootiden sind besonders interessant, weil ihre Meteore sehr langsam sind. In der Vergangenheit gab es sogar Jahre mit besonders hohen Fallraten, zum Beispiel zwischen 1998 und 2004, als bis zu 100 Meteore pro Stunde gezählt wurden.
Tipps für die Beobachtung
Für die Beobachtung von Sternschnuppen sollte man einen dunklen Ort fernab von Stadtlichtern wählen. Der zunehmende Mond kann die Sicht stören, deshalb ist die zweite Nachthälfte besser geeignet. Ein Liegestuhl und warme Kleidung machen die Beobachtung angenehmer. Es ist auch ratsam, sich etwa 20 Minuten Zeit zu nehmen, damit sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen können.
Warum sind Sternschnuppen wichtig?
Sternschnuppen sind nicht nur schön anzusehen, sie geben auch Aufschluss über die Zusammensetzung von Kometen und Asteroiden. Wenn die Erde durch die Staub- und Trümmerwolken dieser Himmelskörper fliegt, verglühen die Teilchen in der Atmosphäre und erzeugen die leuchtenden Streifen am Himmel. Die Beobachtung von Meteorströmen hilft Wissenschaftlern, die Bahnen und Eigenschaften dieser Objekte besser zu verstehen.