König Harald V. von Norwegen – Ein Leben zwischen Pflicht, Exil und Popularität
Bild: Sámediggi - Sametinget · Quelle · CC BY 2.0
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König Harald V. von Norwegen – Ein Leben zwischen Pflicht, Exil und Popularität

Ein Monarch im Dienst seines Volkes

König Harald V. von Norwegen ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Über drei Jahrzehnte hinweg prägte er als Monarch das Bild Norwegens. Seine bescheidene und zurückhaltende Art machte ihn bei den Norwegern äußerst beliebt. Bis zuletzt erfüllte er seine royalen Pflichten, obwohl er gesundheitlich stark angeschlagen war. Sein Tod markiert das Ende einer Ära, und die Trauer in Norwegen ist tief.

Gesundheitliche Herausforderungen und ungebrochenes Pflichtbewusstsein

Harald litt seit längerem an hämolytischer Anämie, einer Form der Blutarmut, die mit Kortison behandelt wurde. Dies führte zu weiteren Komplikationen, darunter eine bakterielle Infektion des Blutkreislaufs. Trotz seiner Erkrankung weigerte er sich, den Thron vorzeitig an seinen Sohn Haakon abzugeben. Sein Tod im Reichskrankenhaus von Oslo wurde von der königlichen Familie begleitet, die in seinen letzten Stunden an seinem Krankenbett wachte.

Internationale Trauer und Anerkennung

Die Nachricht von Haralds Tod löste weltweit Reaktionen aus. Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre würdigte Haralds unerschütterliches Vertrauen in das norwegische Volk. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete ihn als einen „wahren Europäer“, der die Norweger in guten wie in schlechten Zeiten vereinte. Dänemarks König Frederik X. erinnerte in einem Kondolenzschreiben an Haralds herzliche Art und seine beruhigende Ausstrahlung.

Ein Leben zwischen Exil und royaler Verantwortung

Haralds Leben war von historischen Umbrüchen geprägt. Geboren 1937, floh er während der deutschen Besatzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg zunächst nach Schweden und später in die USA. Während sein Vater und Großvater in London die Exilregierung führten, wuchs Harald in Washington auf. Nach dem Krieg kehrte die Familie nach Norwegen zurück, wo Harald eine militärische und akademische Ausbildung absolvierte. Seine Studien in Oslo und Oxford rundeten seine vielseitige Bildung ab.

Ein König der Mitmenschlichkeit

Haralds Reden waren oft von Mitmenschlichkeit und Taktgefühl geprägt. Nach den Terroranschlägen von 2011 tröstete er die Nation und positionierte sich später als Mahner für Vielfalt und Toleranz. Seine Ehe mit Königin Sonja, die trotz anfänglicher Widerstände seines Vaters zustande kam, sowie die Akzeptanz seiner Kinder gegenüber nicht-royalen Partnern zeigten seinen fortschrittlichen Geist. Dennoch steht die norwegische Monarchie nun vor unsicheren Zeiten, da Skandale das Vertrauen in die Kronprinzenfamilie erschüttert haben.

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Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Warum wird König Harald V. als Stabilitätsanker für Norwegen bezeichnet?
  2. 2. Welche gesundheitlichen Probleme führten zu König Haralds Tod?
  3. 3. Wie reagierten internationale Politiker und Monarchen auf Haralds Tod?
  4. 4. Welche historischen Ereignisse prägten Haralds Kindheit und Jugend?
  5. 5. Wie zeigte König Harald seinen fortschrittlichen Geist?
  6. 6. Welche Herausforderungen stehen der norwegischen Monarchie nach Haralds Tod bevor?

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