Wuer Kaixi: Ein Leben im Exil nach den Tiananmen-Protesten
Die Proteste von 1989
Im Jahr 1989 gab es in China große Proteste. Tausende Studenten versammelten sich auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Sie wollten mehr Demokratie und Freiheit. Wuer Kaixi war einer der wichtigsten Anführer dieser Bewegung. Er war Student und sprach oft vor vielen Menschen. Die Regierung beendete die Proteste mit Gewalt. Viele Menschen starben, als Soldaten auf die Demonstranten schossen.
Flucht aus China
Wuer Kaixi stand auf der Fahndungsliste der chinesischen Regierung. Mit Hilfe von Aktivisten und seinem Vater, der Offizier in der Armee war, konnte er aus China fliehen. Er ging zuerst nach Hongkong, dann nach Frankreich und in die USA. Schließlich ließ er sich in Taiwan nieder. Heute darf er nicht nach China zurückkehren. Wenn er es versuchen würde, würde er verhaftet werden.
Leben im Exil
Wuer Kaixi lebt seit 37 Jahren im Ausland. Er spricht weiterhin offen über die Probleme in China. Er sagt, dass die chinesische Regierung eine Gefahr für die ganze Welt ist. Er warnt andere Länder davor, mit China Geschäfte zu machen. Seiner Meinung nach bereichert sich die Regierung nur selbst und unterdrückt die Menschen in China. Wuer Kaixi vermisst seine Heimat sehr. Besonders traurig ist er, weil er seinen Vater nicht mehr sehen konnte, bevor dieser starb.