Brüche sind schwieriger als ganze Zahlen
Wissenschaftler haben untersucht, wie das Gehirn Zahlen verarbeitet. Dafür zeigten sie Testpersonen verschiedene Zahlen auf einem Bildschirm. Die Personen sahen sechs ganze Zahlen von 0 bis 5. Außerdem sahen sie sechs Brüche zwischen 1/4 und 5/2. Die Teilnehmer mussten immer angeben, ob die aktuelle Zahl größer oder kleiner war als die unmittelbar vorherige Zahl.
Bei Brüchen brauchten die Teilnehmer deutlich mehr Zeit für ihre Entscheidung. Für zwei Brüche benötigten sie durchschnittlich 1.192 Millisekunden. Bei zwei ganzen Zahlen waren es dagegen nur 808 Millisekunden. Auch die Fehlerquote war bei Brüchen höher: 9,5 Prozent gegenüber 3,7 Prozent bei ganzen Zahlen. Zusätzlich zeigte sich ein Abstandseffekt: Wenn zwei Zahlen nahe beieinander lagen, reagierten die Menschen langsamer. Die Forscher maßen die Hirnaktivität währenddessen mit einem speziellen Gerät, einem 7-Tesla-Magnetresonanztomografen.