AfD: Marktliberale Politik und ihre Beliebtheit bei Arbeitern
Marktliberale Ausrichtung der AfD
Die AfD ist eine politische Partei in Deutschland, die stark marktliberale Positionen vertritt. Das bedeutet, dass sie für weniger staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und mehr Freiheit für Unternehmen eintritt. Eine Studie der Universität Tübingen zeigt, dass die AfD in ihren Programmen zu 92 Prozent marktliberale Positionen einnimmt. Das ist sogar mehr als die Union (79 Prozent) und fast so viel wie die FDP (100 Prozent).
Arbeiter als Wähler der AfD
Trotz dieser marktliberalen Ausrichtung wählen viele Arbeiter die AfD. Bei der Bundestagswahl 2025 stimmten zwischen 30 und 38 Prozent der Arbeiter für die AfD. Das ist überraschend, weil marktliberale Politik oft zu niedrigeren Löhnen und weniger sozialen Leistungen führt – Dinge, die Arbeiter eigentlich benachteiligen.
Strategie der AfD
Experten erklären, dass die AfD gezielt Arbeiter anspricht, obwohl ihre Politik nicht immer deren Interessen dient. Die Partei betont Themen wie Heimat, Familie und Leistung. Sie sagt, dass sie die Interessen der Arbeiter besser vertritt als andere Parteien. Besonders wichtig ist der AfD das Thema Migration. Sie behauptet, dass Migration den Sozialstaat belastet und Arbeiter schützen müssen.
Warum Arbeiter die AfD wählen
Politikwissenschaftler Floris Biskamp erklärt, dass viele Arbeiter sich von traditionellen Parteien wie der SPD nicht mehr vertreten fühlen. Die AfD bietet eine einfache Erklärung für soziale Probleme: Nicht die Reichen sind das Problem, sondern Migration und Globalisierung. Viele Arbeiter fühlen sich von dieser Botschaft angesprochen, auch wenn die Politik der AfD ihnen wirtschaftlich nicht hilft.