Nordkoreas Wandel: Wie Kim Jong Un Pjöngjang verändert
Pjöngjang leuchtet heller
Nordkorea war lange ein Land mit wenig Strom. Besonders nachts sah man auf Satellitenbildern kaum Licht. Doch seit 2020 hat sich das geändert. Die Hauptstadt Pjöngjang leuchtet jetzt dreimal so hell wie früher. Kim Jong Un, der Machthaber von Nordkorea, hat die Stromversorgung im Zentrum der Stadt verbessert. Er will damit zeigen, was sein Regime erreicht hat. Neue Straßen und Häuser wurden gebaut, darunter auch ein Viertel mit Hochhäusern, die wie Raketen aussehen.
Moderne Stadt und neue Projekte
Pjöngjang wirkt heute moderner als früher. Es gibt mehr Autos, darunter auch Elektroautos aus China. Die Menschen können mit Smartphone-Apps bezahlen und Taxis rufen. In den Kaufhäusern findet man westliche Mode und Kosmetik. Kim Jong Un hat auch große Projekte umgesetzt: ein neues Krankenhaus, ein riesiges Gewächshaus und ein Strandresort an der Ostküste. Das Resort ist fünf Kilometer lang und bietet Platz für 20.000 Gäste.
Geld aus dem Krieg
Nordkorea finanziert diesen Aufschwung vor allem durch Geschäfte mit Russland. Seit 2022 liefert Nordkorea Munition und Waffen an Russland für den Krieg gegen die Ukraine. Dafür erhält das Land viel Geld – zwischen 7,7 und 14,4 Milliarden US-Dollar. Nordkorea schickt auch Soldaten nach Russland. Für jeden Soldaten bekommt Kim Jong Un 2.800 US-Dollar pro Monat. Zusätzlich verdient Nordkorea Geld durch Handel mit China und Internetkriminalität.
Probleme bleiben
Trotz des Aufschwungs geht es nicht allen Menschen in Nordkorea besser. Viele Familien haben wenig Geld, und die Preise für Nahrungsmittel steigen. Kim Jong Un hat ein Programm gestartet, um auch andere Regionen des Landes zu entwickeln. Doch Experten glauben, dass viele dieser Projekte scheitern werden. Die Wirtschaft in Nordkorea funktioniert noch immer wie in alten Zeiten – ohne moderne Ideen.