Apollo 11 und der Wettlauf ins All
Apollo 11 und der Wettlauf ins All
Im Jahr 1969 erreichte die amerikanische Raumfahrt einen historischen Höhepunkt. Die Mission Apollo 11 brachte erstmals Menschen auf den Mond. Drei Astronauten starteten am 16. Juli 1969 von Florida aus in den Weltraum: Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin „Buzz“ Aldrin. Der Flug war Teil des Apollo-Programms der NASA, das insgesamt bis zum Jahr 1972 dauerte. Damals herrschte der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion. Die Sowjetunion war im Weltraum bisher immer einen Schritt voraus gewesen. Sie hatte bereits den ersten Satelliten ins All geschossen und den ersten Menschen ins Weltall befördert. Präsident John F. Kennedy hatte deshalb 1961 angekündigt, dass die USA spätestens bis 1970 einen Menschen auf den Mond bringen wollten.
Die Landung und der erste Schritt
Am 20. Juli 1969 landeten Armstrong und Aldrin mit der Landefähre sanft auf der Mondoberfläche. Collins blieb währenddessen im Raumschiff Columbia und umkreiste den Mond weiter. Am 21. Juli stieg Armstrong als erster Mensch überhaupt auf den Mond. Er sprach dabei den weltberühmten Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“ Die beiden Astronauten sammelten wertvolles Mondgestein und stellten wissenschaftliche Messinstrumente sowie eine amerikanische Flagge auf. Auf dem Mond war die Schwerkraft nur ein Sechstel so stark wie auf der Erde. Deshalb konnten sie sich trotz der schweren Raumanzüge recht gut bewegen. Insgesamt blieben sie etwa einen Tag auf dem Mond und arbeiteten dabei zwei Stunden und 31 Minuten außerhalb der Landefähre.
Rückkehr und gesellschaftliche Bedeutung
Nach der erfolgreichen Mondlandung kehrten die drei Astronauten zur Erde zurück. Das Raumschiff Columbia landete sicher im Pazifischen Ozean, wo die amerikanische Marine es mit Hilfe von Hubschraubern aus dem Wasser bergen. Die Astronauten mussten anschließend in Houston einige Tage in Quarantäne verbringen, da Wissenschaftler befürchteten, sie könnten gefährliche Bakterien vom Mond mitgebracht haben. Später bereisten sie die USA und 22 weitere Länder, wo sie überall begeistert empfangen wurden. Das Apollo-Programm kostete insgesamt über 25 Milliarden Dollar. Viele Menschen kritisierten damals die enormen Kosten und meinten, unbemannte Raumsonden hätten die wissenschaftlichen Aufgaben ebenso gut erledigen können. Heute gilt die Mondlandung jedoch als großer Triumph der amerikanischen Raumfahrtgeschichte.