Berlin-Wahl 2026: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Hauptstadt
Die politische Ausgangslage
In Berlin regiert seit 2023 eine Koalition aus CDU und SPD. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner trat kürzlich zurück, nachdem Vorwürfe wegen seines Krisenmanagements während eines Stromausfalls laut wurden. Sein Nachfolger ist Stefan Evers, der nun gegen Elif Eralp von der Linken antritt. Die SPD schickt Steffen Krach ins Rennen, während die Grünen mit Werner Graf antreten. Die wichtigsten Themen im Wahlkampf sind der Wohnungsmangel, hohe Mieten und die Vermüllung des öffentlichen Raums.
Warum findet die Wahl statt?
Die Berlinerinnen und Berliner wählen zum sechsten Mal innerhalb von fünf Jahren. Der Grund dafür liegt in den massiven Pannen bei der Wahl 2021. Damals gab es fehlende und vertauschte Stimmzettel sowie lange Wartezeiten vor den Wahllokalen. Die Wahl zum Abgeordnetenhaus musste 2023 komplett wiederholt werden. Die Legislaturperiode bleibt jedoch bei fünf Jahren, weshalb die nächste Wahl bereits nach dreieinhalb Jahren stattfindet.
Wer darf wählen und wie läuft die Wahl ab?
Wahlberechtigt sind etwa 2,5 Millionen Menschen, darunter erstmals auch 16- und 17-Jährige. Es werden das Abgeordnetenhaus und die Bezirksparlamente gewählt. Insgesamt treten 17 Parteien an, deutlich weniger als bei der Wiederholungswahl 2023. Die Wahl findet in rund 2.500 Wahllokalen statt, und bis zu 40.000 Wahlhelfer sind im Einsatz. Nur Parteien, die mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten, ziehen ins Parlament ein.
Mögliche Koalitionen und bundespolitische Auswirkungen
Laut Umfragen liegen CDU und Linke mit 20 bis 23 Prozent vorn, gefolgt von AfD und Grünen. Die SPD folgt mit 10 bis 15 Prozent. Als wahrscheinliche Koalitionen gelten Dreierbündnisse aus CDU, Grünen und SPD oder aus Linken, Grünen und SPD. Die Wahl in Berlin könnte auch bundespolitische Auswirkungen haben, insbesondere für die CDU und SPD auf Bundesebene.