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Cuju: Die faszinierende Geschichte des chinesischen Fußballs
Die Ursprünge von Cuju
Cuju ist ein altes chinesisches Ballspiel, das vor über 2000 Jahren entstand. Das Wort bedeutet „Balltreten“. Die Spieler durften den Ball nicht mit den Händen berühren. Stattdessen nutzten sie Füße, Knie und Schultern. In der Han-Dynastie (bis 220 n. Chr.) wurde Cuju für das militärische Training genutzt. Es sollte die Soldaten stärken und ihre Disziplin fördern.
Blütezeit in der Song-Dynastie
In der Song-Dynastie (960–1279) erlebte Cuju eine Blütezeit. Es war nicht nur ein Spiel, sondern auch ein wichtiger Teil der Kultur. Es gab Vereine, Meisterschaften und sogar technische Leitfäden. Der Kaiser selbst spielte Cuju und förderte es. Viele glaubten, dass Cuju die Gesundheit verbessere und gegen Krankheiten helfe.
Unterschiedliche Spielformen
Cuju hatte verschiedene Formen. Beim Zhuqiu spielten zwei Teams gegeneinander. Ziel war es, den Ball in ein Netz zu befördern. Beim Baida ging es darum, den Ball so lange wie möglich in der Luft zu halten. Es gab Schiedsrichter, die auf die Einhaltung der Regeln achteten. Die Bälle waren aus Leder und mit Luft gefüllt.
Niedergang und Wiederentdeckung
In der Ming-Dynastie (ab 1368) verlor Cuju an Bedeutung. Der Kaiser verbot es für Soldaten und Beamte, weil es als Ablenkung galt. In der Qing-Dynastie geriet Cuju fast in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert wurde es wiederentdeckt. Heute gilt Cuju als eine der ältesten Formen des Fußballs und ist Teil des chinesischen Kulturerbes.