Daniela Klette: Verurteilung einer ehemaligen RAF-Terroristin
Hintergrund: Die RAF
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksterroristische Gruppe in Deutschland. Sie war von den 1970er bis in die 1990er Jahre aktiv. Die RAF verübte viele Anschläge und Morde. 1998 löste sich die Gruppe auf. Daniela Klette gehörte zur sogenannten dritten Generation der RAF.
Der Prozess in Verden
Daniela Klette stand seit März 2025 vor dem Landgericht Verden. Sie wurde beschuldigt, zwischen 1999 und 2016 mehrere Raubüberfälle auf Geldtransporter und Supermärkte verübt zu haben. Die Täter waren maskiert und schwer bewaffnet. Insgesamt ging es um acht Überfälle, bei denen über zwei Millionen Euro erbeutet wurden. Das Gericht verurteilte Klette zu 13 Jahren Gefängnis.
Leben im Untergrund
Klette lebte viele Jahre im Untergrund. Die Polizei fand sie Ende 2024 in einer Berliner Wohnung. Dort entdeckten Ermittler Waffen, Munition, gefälschte Ausweise und 240.000 Euro Bargeld. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Raubüberfälle dazu dienten, das Leben im Untergrund zu finanzieren.
Kontroverse um den Vorwurf des versuchten Mordes
Die Staatsanwaltschaft hatte eine 15-jährige Haftstrafe gefordert und Klette auch versuchten Mord vorgeworfen. Dieser Vorwurf bezog sich auf einen Überfall 2015 in Stuhr bei Bremen. Drei Maskierte schossen auf einen Geldtransporter, konnten ihn aber nicht öffnen. Das Gericht folgte der Einschätzung der Nebenklage und wertete die Tat als versuchten schweren Raub, nicht als versuchten Mord.
Möglicher weiterer Prozess
Klette könnte noch ein weiterer Prozess bevorstehen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, an drei Anschlägen der RAF zwischen 1990 und 1993 beteiligt gewesen zu sein. Ein Gericht muss noch entscheiden, ob es zu diesem Verfahren kommt.