Die Wissenschaft hinter dem Lichtschutzfaktor
Die Gefahr der UV-Strahlung
Die Sonne sendet ultraviolette (UV) Strahlung aus, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. Diese Strahlung kann Hautrötungen, Sonnenbrand und langfristig sogar Hautkrebs verursachen. Um sich zu schützen, verwenden viele Menschen Sonnencreme. Doch wie genau funktioniert der Schutz, und was bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF)?
Was sagt der Lichtschutzfaktor aus?
Der LSF gibt an, um wie viel länger man sich mit Sonnencreme der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Wenn jemand ohne Schutz nach 10 Minuten einen Sonnenbrand bekommt, verlängert ein LSF von 30 diese Zeit auf etwa 300 Minuten. Diese Berechnung ist jedoch vereinfacht. In der Praxis spielen viele Faktoren eine Rolle, wie die Hauttypen der Menschen und die Menge der aufgetragenen Creme.
Wie wird der LSF berechnet?
Die Bestimmung des LSF erfolgt mit einer mathematischen Formel, die das gesamte Spektrum der UV-Strahlung zwischen 290 und 400 Nanometern berücksichtigt. Diese Formel misst, wie viel UV-Licht durch eine Schicht Sonnencreme dringt. Zusätzlich werden das Erythem-Wirkungsspektrum (wie stark die Strahlung Hautrötungen verursacht) und die Strahlungsenergie der Sonne einbezogen. Der LSF ist somit das Verhältnis der erythemwirksamen UV-Dosis ohne Sonnencreme zu der mit Sonnencreme.
Herausforderungen bei der Messung
Früher wurde der LSF direkt an Menschen getestet. Dabei wurde eine definierte Menge Sonnencreme auf die Haut aufgetragen und mit UV-Licht bestrahlt. Die Zeit bis zum Auftreten eines Sonnenbrands wurde gemessen. Diese Methode war jedoch problematisch, da die Testpersonen einen Sonnenbrand entwickeln mussten. Heute gibt es alternative Verfahren, die ohne direkte Tests an Menschen auskommen. Dennoch bleibt die Messung komplex, da die menschliche Haut keine gleichmäßige Oberfläche ist und die Schichtdicke der Creme variieren kann.