Hitzerekorde und Klimawandel: Wie Wissenschaftler die Erderwärmung messen
Wie misst man Hitzerekorde?
In Europa gibt es in diesem Sommer extreme Temperaturen. In Frankreich zeigt ein Thermometer 44 Grad. Wissenschaftler messen solche Hitzerekorde, indem sie aktuelle Temperaturen mit historischen Daten vergleichen. Sie nutzen Wetterstationen, Schiffe und Bojen, um die Temperaturen weltweit zu erfassen. Die ältesten Temperaturdaten stammen aus England und beginnen im Jahr 1659. Große Organisationen wie die NASA und die NOAA sammeln seit 1880 systematisch globale Temperaturdaten.
Klimaarchive: Wie war das Klima früher?
Früher gab es keine Thermometer. Wie wissen Wissenschaftler dann, wie das Klima war? Sie nutzen sogenannte Klimaarchive. Dazu gehören Eisbohrkerne, Baumringe und Ozeansedimente. Diese Archive speichern Informationen über Temperaturen und CO₂-Werte aus der Vergangenheit. Ein Eisbohrkern aus der Antarktis reicht über eine Million Jahre zurück. So sehen Forscher, dass höhere CO₂-Werte immer mit höheren Temperaturen verbunden waren.
Hitzewellen: Trend oder Ausnahme?
Klimaforscher analysieren Daten über viele Jahre, um Trends zu erkennen. Ein einzelnes heißes Jahr ist noch kein Beweis für den Klimawandel. Aber wenn es über Jahrzehnte immer wärmer wird, ist das ein Trend. Wissenschaftler nutzen Klimamodelle, um den Einfluss des Menschen auf das Klima zu untersuchen. Eine Studie zeigt: Die Hitzewelle in Europa 2026 wäre ohne Klimawandel fast unmöglich gewesen.
Warum fühlt sich Hitze bei Feuchtigkeit schlimmer an?
Nicht nur die Temperatur ist wichtig, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. Bei hoher Luftfeuchtigkeit verdunstet Schweiß schlechter. Der Körper kann sich nicht mehr gut abkühlen. Das nennt man Hitzestress. Wissenschaftler messen das mit der Feuchtkugeltemperatur. Diese zeigt, wie gefährlich die Hitze für den Menschen ist.