Merz in Kiew: Deutschland sagt weitere Unterstützung zu
Ein Zeichen der Solidarität
Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem Solidaritätsbesuch in Kiew eingetroffen. Sein Besuch soll zeigen, dass Deutschland die Ukraine weiterhin unterstützt. Merz betonte bei seiner Ankunft: "Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns." Die Reise findet unter schwierigen Bedingungen statt, da Russland vor Reisen in die Ukraine gewarnt hat.
Militärische und finanzielle Hilfe
Merz wurde von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und zehn Unternehmern begleitet. Ein zentrales Thema des Besuchs ist die weitere militärische Unterstützung. Deutschland will der Ukraine Tausende Abfangdrohnen liefern. Diese sollen russische Kampfdrohnen bekämpfen. Zudem ist geplant, die gemeinsame Produktion weitreichender Waffen voranzutreiben. Dafür sollen eine Milliarde Euro aus bereits bewilligten Haushaltsmitteln freigegeben werden. Weitere 350 Millionen Euro sind für den Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke vorgesehen.
Russland warnt vor Reisen nach Kiew
Die Sicherheitslage in der Ukraine hat sich in den letzten Monaten verschlechtert. Russland bombardiert zunehmend zivile Ziele und führt vermehrt Drohnenangriffe durch. Das russische Außenministerium warnte ausländische Besucher und Diplomaten davor, sich in Kiew aufzuhalten. Besonders in der Nähe von militärischen Objekten und Regierungsgebäuden bestehe Gefahr. Merz ließ sich von diesen Warnungen jedoch nicht abschrecken. Er sagte: "Die Ukraine braucht jetzt unsere Unterstützung."
Deutschland als wichtigster Unterstützer
Deutschland ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine. Merz hatte bereits in einer Grundsatzrede die anhaltende Solidarität Deutschlands zugesichert. Sein Besuch in Kiew soll dieses Versprechen untermauern. Dennoch gibt es in Deutschland wachsenden Widerstand gegen die Milliardenhilfen. Merz betonte, dass die Ukraine trotz des Terrors durch Russland nicht aufgeben werde. Er versicherte Präsident Selenskyj: "Auf unsere Hilfe könnt ihr weiter zählen."