Die Ängste der Deutschen: Warum die Lebenshaltungskosten die größte Sorge sind
Die größte Angst: Steigende Lebenshaltungskosten
In Deutschland ist die größte Sorge der Menschen die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten. Eine Studie der R+V Versicherung zeigt: Fast 60 Prozent der Befragten fürchten, dass ihr Geld nicht mehr zum Leben reicht. Besonders die Preise für Energie, Wohnen und Lebensmittel sind stark gestiegen. Das führt dazu, dass viele Menschen weniger Geld für Freizeit, Urlaub oder Anschaffungen haben.
Sorgen über Steuern und soziale Sicherungssysteme
Die Studie zeigt auch, dass die Menschen sich Sorgen über höhere Steuern und Abgaben machen. Viele wissen, dass die sozialen Sicherungssysteme wie die Rente und die Pflegeversicherung in einer Krise stecken. Sie fragen sich, wer die Kosten für die Modernisierung tragen soll. Die Politikwissenschaftlerin Isabelle Borucki erklärt: „Die Menschen fragen sich, ob sie sich auf die zugesagten Leistungen noch verlassen können.“
Andere Ängste: Migration und globale Krisen
Neben den finanziellen Sorgen gibt es auch andere Ängste. Etwa die Hälfte der Befragten fürchtet, dass die Zahl der Flüchtenden den Staat überfordert. Allerdings sind die Ängste vor globalen Krisen, wie zum Beispiel der Politik von US-Präsident Donald Trump, gesunken. Im Vergleich zu früheren Jahren machen sich weniger Menschen Sorgen über einen Krieg mit deutscher Beteiligung oder den Verlust ihres Jobs.
Vertrauen in die Politik sinkt
Die Studie zeigt auch, dass das Vertrauen in die Politik gering ist. Die Befragten gaben der Politik die Schulnote 4,1 – das bedeutet „gerade noch ausreichend“. Viele Menschen sind enttäuscht, weil sie sich von der Regierung mehr Führung und weniger Streit erhofft hatten. Die aktuelle Regierung aus Konservativen und Sozialdemokraten konnte diese Erwartungen nicht erfüllen.