Montenegro: Fortschritte auf dem Weg in die EU
Der Euro und die EU-Verhandlungen
Montenegro ist eines der kleinsten Länder auf dem Balkan. Es ist noch kein Mitglied der Europäischen Union. Trotzdem benutzen die etwa 600.000 Einwohner den Euro. Die EU erlaubt das. Montenegro ist in den Verhandlungen mit der EU am weitesten fortgeschritten. Marta Kos, die EU-Kommissarin für Erweiterung, sagt, Montenegro sei auf der Zielgeraden.
Der Berliner Prozess und die Reformen
Die Außenminister der Balkanländer treffen sich in Budva. Dort findet ein Treffen des sogenannten Berliner Prozesses statt. Der Berliner Prozess ist ein politisches Forum. Es soll die Beitrittsgespräche mit der EU beschleunigen. Montenegro organisiert dieses Jahr besonders viele Treffen. Der Außenminister Ervin Ibrahimovic sagt, dass Reformen wichtig sind. Die Länder müssen ihre Institutionen verbessern und Konflikte lösen.
Die Rolle Deutschlands und der EU
Johann Wadephul ist der deutsche Vertreter im Berliner Prozess. Er sagt, dass Montenegro in den nächsten Jahren der EU beitreten könnte. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, spricht von einem möglichen Beitritt 2028. Marta Kos kündigt an, dass bald weitere Verhandlungskapitel abgeschlossen werden. Die EU will mehr Reformen in den Bereichen Korruption und organisierte Kriminalität.
Herausforderungen und Hoffnungen
Viele junge Menschen verlassen die Balkanländer. Johann Wadephul warnt, dass das die Region destabilisieren kann. Er sagt, dass Konflikte zwischen den Ethnien wieder aufflammen könnten. Marta Kos betont, dass Aussöhnung wichtig ist. Ohne Aussöhnung gibt es keinen Weg in die EU. Montenegro und Albanien sind besonders weit fortgeschritten. Aber auch andere Länder wie Nordmazedonien und Kosovo warten auf konkrete Zusagen.