Republikaner setzen auf Trump – trotz schwacher Umfragen
Ein ungewöhnlicher Parteitag vor den Zwischenwahlen
In den USA stehen im November die Zwischenwahlen an. Normalerweise veranstalten die großen Parteien nur vor Präsidentschaftswahlen große Parteitage. Doch diesmal machen die Republikaner eine Ausnahme. In Dallas findet die "Republican Midterm Convention" statt. Es ist das erste Mal, dass die Republikaner ein solches Treffen vor Zwischenwahlen abhalten. Die Demokraten hatten in den 1970er- und 1980er-Jahren ähnliche Versuche unternommen, aber seitdem ist es ruhig geworden.
Trump im Mittelpunkt – trotz schwacher Umfragen
Donald Trump ist der unangefochtene Star des Parteitags. Er tritt an beiden Tagen auf und dominiert die Veranstaltung. Dabei stehen eigentlich die Kandidaten für den Senat und das Repräsentantenhaus im Fokus der Wahlen. Doch viele von ihnen halten sich zurück. Eine Umfrage unter republikanischen Kandidaten zeigt, dass einige das Treffen sogar meiden. Sie fürchten, dass eine zu enge Bindung an Trump ihre Chancen bei den Wählern verschlechtern könnte. Aktuell liegt Trump in Umfragen bei nur 33 Prozent Zustimmung.
Wirtschaft und Sicherheit: Die Themen des Parteitags
Die Republikaner setzen auf zwei Strategien. Zum einen wollen sie die Erfolge von Trumps Amtszeit betonen. Themen wie Steuersenkungen, niedrigere Medikamentenpreise und die Stärkung der heimischen Produktion stehen im Vordergrund. Zum anderen stellen sie die Demokraten als Gefahr dar. In Programmpunkten wie "Two Visions for America" und "The Opposition Contrast" zeichnen sie ein Bild der Demokraten als eine von der politischen Linken dominierte Partei. Sollten die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gewinnen, könnten sie Trumps Politik in den kommenden zwei Jahren blockieren.
Wirtschaftliche Sorgen der Wähler
Ein schwieriges Thema für die Republikaner ist die Wirtschaft. Viele Amerikaner sind unzufrieden. In einer aktuellen Umfrage sagen fast zwei Drittel, dass sich die US-Wirtschaft in die falsche Richtung entwickelt. 57 Prozent geben an, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation seit Trumps Amtsantritt verschlechtert hat. Die hohen Lebenshaltungskosten belasten besonders Trumps Anhänger. Ob Trump in Dallas neue Lösungen präsentieren kann, ist fraglich. Experten erwarten, dass seine Reden eher unstrukturiert sein werden.