Suche nach einem Endlager für Atommüll
In Deutschland sucht man seit Jahren nach einem sicheren Ort für hochradioaktiven Atommüll. Dieser Müll entsteht in Atomkraftwerken und bleibt sehr lange gefährlich. Die letzten deutschen Atomkraftwerke gingen im April 2023 außer Betrieb. Deshalb muss man den Müll für eine Million Jahre sicher unter der Erde lagern. Derzeit liegt er in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Das ist nur eine Übergangslösung.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung ist für die Suche zuständig. Sie prüft alle Gebiete in Deutschland nach strengen Regeln. Im Jahr 2020 hatte die Gesellschaft noch 90 Gebiete vorgeschlagen. Das waren etwa 54 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands. Jetzt sind die meisten Gebiete ausgeschlossen. Nur noch weniger als fünf Prozent der Landesfläche kommen infrage. Fünf Bundesländer sind ausgeschieden: das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Berlin und Hessen. Die BGE will bis Ende 2027 konkrete Regionen vorschlagen. Der Bundestag entscheidet über den endgültigen Standort.