Wie schlafen Spinnen?
Spinnen schlafen nachts. Sie haben keine Augenlider, aber sie können trotzdem schlafen. Ein Forschungsteam aus Bonn hat das herausgefunden. Die Wissenschaftler beobachteten Springspinnen mit einer Infrarotkamera. Die Spinnen der Art Portia fimbriata suchen sich nachts einen ruhigen Schlafplatz. Sie hängen dann in einer besonderen Haltung an Seidenfäden. Ihr Hinterleib ist leicht abgesenkt und die Taster sind dicht unter dem Körper. Die Tiere bleiben etwa elf Stunden in dieser Position.
Die Forscher sahen, dass die Spinnen eine REM-ähnliche Phase haben. Dabei bewegen sie ihre Netzhaut in den Augen und zucken mit den Beinen. In dieser Phase hören sie schlechter als im Wachzustand. Wenn die Spinnen nachts durch kleine Fliegen gestört werden, schlafen sie am nächsten Tag deutlich länger. Sie holen den Schlaf fast vollständig nach und verdoppeln die REM-Zeit. Das zeigt, dass Spinnen Schlaf brauchen.