Südafrika am Rande der Gewalt: Proteste gegen Migranten eskalieren
Die geplante Demonstration und ihre Forderungen
Am 30. Juni plant die radikale Bürgerwehr „March and March“ eine große Demonstration in Südafrika. Die Gruppe fordert, dass alle irregulären Migranten das Land verlassen. Präsident Cyril Ramaphosa und Polizeiminister Firoz Cachalia haben klargestellt, dass Gewalt nicht toleriert wird. Jeder hat das Recht, friedlich zu protestieren, aber Kriminalität und Angriffe auf Ausländer werden bestraft.
Gewalt gegen Ausländer nimmt zu
In den letzten Wochen gab es vermehrt Angriffe auf Ausländer. Geschäfte wurden geplündert, und Menschen wurden eingeschüchtert. Besonders betroffen sind Migranten aus afrikanischen und asiatischen Ländern, unabhängig davon, ob sie legal im Land leben. Die Polizei räumt ein, zu spät auf die zunehmende Fremdenfeindlichkeit reagiert zu haben.
Die Rolle der Regierung
Politische Analysten wie Tessa Dooms kritisieren die Regierung. Sie habe die Probleme lange ignoriert und erst reagiert, als die Gewalt eskalierte. Arbeitslosigkeit, Armut und Versorgungsprobleme belasten das Land. Viele Menschen suchen einfache Lösungen für komplexe Probleme. Gruppen wie „March and March“ bieten diese Lösungen an und schüren Hass gegen Ausländer.
Korruption und Vertrauensverlust
Das Vertrauen in die Polizei ist gering. Viele Südafrikaner und Migranten sehen die Polizei als fremdenfeindlich an. Die Madlanga-Kommission untersucht Vorwürfe von Korruption und politischer Einmischung in der Polizei. Experten fordern, dass die Regierung konsequent gegen Gewalt vorgeht und die Ursachen der Probleme angeht, wie Jugendarbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit.