Verschmutzung des Nam Mae Kok: Ein Fluss kämpft ums Überleben
Ein Fluss in Not
Der Nam Mae Kok ist ein wichtiger Fluss in Thailand. Er fließt durch eine schöne Landschaft und ist lebenswichtig für viele Menschen. Doch der Fluss ist schwer krank. Das Wasser ist verschmutzt und hat eine unnatürliche braune Farbe. Der Mönch Ajarn Mahanikom hat das Problem erkannt. Er vergleicht den Fluss mit einem kranken Patienten auf der Intensivstation. Die Verschmutzung kommt aus Myanmar, wo Bergwerke Gold und Seltene Erden abbauen.
Auswirkungen auf die Menschen
Entlang des Flusses leben verschiedene Volksgruppen wie die Shan, Lahu und Hmong. Sie alle sind vom Fluss abhängig. Die Lahu sind besonders betroffen, weil sie traditionell vom Fischfang leben. Doch das giftige Wasser macht die Fische ungenießbar. Viele Familien verlieren ihre Lebensgrundlage. Sie bekommen Hautausschläge und andere Krankheiten, wenn sie mit dem Wasser in Kontakt kommen. Jetzt müssen sie auf andere Weise überleben, zum Beispiel durch das Sammeln von Wildpflanzen.
Tourismus und Kultur leiden
Nicht nur die Fischer sind betroffen. Auch der Tourismus in der Region leidet. Früher kamen viele Besucher, um Bootsfahrten zu machen oder im Fluss zu baden. Heute ist der Anleger verwaist. Die Unternehmerin Jirapad Kanthiyachai berichtet, dass keine Touristen mehr kommen. Sie muss jetzt Gelegenheitsjobs annehmen, um zu überleben. Der Mönch Mahanikom organisiert Pilgermärsche und Gespräche mit Wissenschaftlern, um auf das Problem aufmerksam zu machen.
Wer trägt die Verantwortung?
Die Verschmutzung stammt aus Bergwerken in Myanmar. Dort bauen chinesische Firmen Gold und Seltene Erden ab. Die thailändische Regierung fordert China auf, Verantwortung zu übernehmen. China erklärt, dass die Firmen die Gesetze einhalten müssen. Doch die Menschen vor Ort sehen das anders. Sie protestieren und fordern Lösungen. Die Regierungen von Thailand und Myanmar haben eine Arbeitsgruppe eingerichtet, aber eine Lösung ist noch nicht in Sicht.