Kultureller Austausch durch Musik: Das Campus-Projekt mit Georgien
Ein Projekt mit Geschichte
Seit 2001 bringt das Campus-Projekt des Beethovenfests Bonn junge Musiker aus Deutschland mit Musikern aus Ländern in Veränderung zusammen. Dieses Jahr steht Georgien im Mittelpunkt. Rund 20 junge Musiker des Bundesjugendorchesters und des Bundesjugendchores reisen nach Tiflis. Dort treffen sie auf georgische Musiker. Gemeinsam arbeiten sie an einem Konzertprogramm.
Musik als Brücke
Die Musiker wollen Musik aus beiden Ländern verbinden. Ein Dirigent erklärt: „Wir Georgier gelten als emotional. Aber auch deutsche Musik zeigt Emotionen. Es gibt nur unterschiedliche Herangehensweisen.“ Die Musiker suchen einen gemeinsamen Klang. Sie wollen zeigen, dass Musik Grenzen überwinden kann. Besonders wichtig ist ihnen ein neues Arrangement eines georgischen Komponisten. Es verbindet Beethovens Musik mit traditionellen georgischen Liedern.
Mehr als nur ein Konzert
Das Projekt hat auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Die Musiker sagen: „Wir wollen unsere Hoffnung auf Europa zeigen.“ Sie betonen, dass Georgien die Werte Europas teilt. Für sie ist das Konzert ein Zeichen der Solidarität. Die Konzerte finden in Bonn und Berlin statt. Eines wird live im Internet übertragen.
Ein besonderes Talent
Ein junger georgischer Komponist ist Teil des Projekts. Er heißt Tsotne Zedginidze und ist erst 17 Jahre alt. Seine Komposition verbindet georgische Folklore mit moderner Musik. Bei der Uraufführung spielt er selbst Klavier. Eine bekannte Geigerin unterstützt ihn. Sie sagt: „Es ist schön zu sehen, wie junge Musiker voneinander lernen.“