Wie der Klimawandel die Feuer in Afrika verändert
Weniger Feuer trotz Klimawandel
Der Klimawandel führt in vielen Teilen der Welt zu mehr Dürren und Hitzewellen. Das begünstigt Wald- und Flächenbrände. Doch in Afrika ist die Situation anders: Dort sind die von Bränden betroffenen Gebiete in den letzten 20 Jahren kleiner geworden. Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben herausgefunden, dass veränderte Niederschlagsmuster dafür verantwortlich sind.
Verschiebung der Trockenzeit
Früher begann die Trockenzeit in Afrika früher und dauerte länger. Heute kommt der Regen später, und die Trockenzeit ist kürzer. Besonders in Nordafrika hat sich der Beginn der Trockenzeit pro Jahrzehnt um 1,75 Tage nach hinten verschoben. Dadurch bleibt der Boden länger feucht, und Feuer können sich nicht so leicht ausbreiten.
Unterschiede zwischen Nord- und Südafrika
In Nordafrika führt die kürzere Trockenzeit zu deutlich weniger Bränden. In Südafrika ist der Effekt schwächer. Hier spielen menschliche Eingriffe eine größere Rolle. Mehr Landwirtschaft und Straßen unterbrechen die Vegetation und verhindern, dass sich Feuer ausbreiten. Auch das Brandmanagement ist in Südafrika wichtiger.
Bedeutung für die Zukunft
Die Ergebnisse der Studie sind wichtig für die Vorhersage von Wald- und Flächenbränden. Bisherige Prognosesysteme berücksichtigen vor allem die Menge des Regens, nicht aber den Zeitpunkt. Die neue Studie zeigt, dass auch der Zeitpunkt des Niederschlags entscheidend ist. Das könnte helfen, Löschressourcen besser zu planen und das Brandmanagement zu verbessern.