Die Keto-Diät: Eine mögliche Hilfe bei psychischen Erkrankungen
Was ist die Keto-Diät?
Die Keto-Diät ist eine Ernährungsweise, bei der man sehr wenig Kohlenhydrate und viel Fett isst. Das Gehirn bekommt normalerweise Energie aus Glukose, die aus Kohlenhydraten gewonnen wird. Bei der Keto-Diät produziert der Körper Ketonkörper aus Fett. Diese Ketonkörper dienen dem Gehirn als alternative Energiequelle.
Historische Anwendung bei Epilepsie
Die Keto-Diät wurde in den 1920er-Jahren zur Behandlung von Epilepsie bei Kindern eingeführt. Ärzte beobachteten, dass die Kinder weniger Anfälle hatten, wenn sie diese Diät befolgten. Diese Entdeckung war ein wichtiger Schritt in der Behandlung von Epilepsie.
Neue Forschungsergebnisse
Heute untersuchen Wissenschaftler, ob die Keto-Diät auch bei anderen psychischen Erkrankungen helfen kann. Erste Studien zeigen positive Effekte bei Depressionen, bipolaren Störungen, Schizophrenie und sogar Magersucht. Die Teilnehmer dieser Studien nahmen weiterhin ihre Medikamente ein, aber die zusätzliche Keto-Diät verbesserte ihre Symptome.
Wie wirkt die Keto-Diät?
Die Keto-Diät verändert den Stoffwechsel im Gehirn. Ketonkörper beeinflussen die Balance von Neurotransmittern wie Glutamat und GABA. Diese Botenstoffe sind wichtig für die Signalweiterleitung im Gehirn. Außerdem unterstützt die Keto-Diät die Funktion der Mitochondrien, die Energie für die Zellen produzieren. Sie reduziert auch Entzündungen, die bei vielen psychischen Erkrankungen eine Rolle spielen.