Wie KI-Rechenzentren die Temperaturen in Wohngebieten beeinflussen
Die Problematik der Abwärme
KI-Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Energie. Diese Energie wird größtenteils in Abwärme umgewandelt, die an die Umgebung abgegeben wird. Studien zeigen, dass diese Abwärme die Temperaturen in angrenzenden Wohngebieten messbar erhöht. Besonders in ohnehin warmen Regionen kann dies zu zusätzlichen Belastungen führen.
Forschungsergebnisse und Simulationen
Forscher der Arizona State University haben Messungen in der Nähe von vier Rechenzentren durchgeführt. Sie stellten fest, dass die Temperaturen im Windschatten der Anlagen um 0,7 bis 0,9 Grad erhöht waren. Diese Erwärmung war in einer Entfernung von bis zu einem halben Kilometer nachweisbar. Simulationen eines Beratungsunternehmens zeigen sogar noch größere Effekte: Bei bestimmten Windbedingungen könnten Temperaturen in bis zu 150 Metern Entfernung um 2,5 bis 5 Grad steigen.
Maßnahmen der Betreiber
Einige Betreiber von Rechenzentren versuchen, die Abwärme zu kontrollieren. Zum Beispiel setzen sie helle Dachflächen ein, um die Wärmeabsorption zu verringern. Andere leiten die Abwärme gezielt nach oben ab oder nutzen Verdunstungskühlung an heißen Tagen. In Europa gibt es bereits Regelungen, die Betreiber zur Nutzung der Abwärme verpflichten. In den USA fehlen solche Vorgaben bisher weitgehend.