Wie Norwegen mit kleinen Teams die Champions League erobert
Erfolg gegen die Giganten
FK Bodø/Glimt und Viking FK Stavanger sind zwei kleine Vereine aus Norwegen. Sie haben viel weniger Geld als große europäische Clubs wie Borussia Dortmund oder Bayern München. Trotzdem spielen sie erfolgreich in der Champions League. Bodø/Glimt gewann gegen Dortmund, und Viking Stavanger holte ein 3:3 gegen Bayern. Wie schaffen es diese Teams, gegen die Fußballgiganten zu bestehen?
Talente aus dem eigenen Land
Norwegische Vereine setzen auf Spieler aus dem eigenen Land. Bei Viking Stavanger standen acht Norweger in der Startelf gegen Bayern. Bei Bodø/Glimt kommen 25 von 26 Spielern aus Norwegen. Das liegt nicht nur an der Philosophie der Vereine, sondern auch an den finanziellen Möglichkeiten. Teure Transfers sind für sie kaum machbar. Stattdessen investieren sie in die Nachwuchsförderung und schaffen so ein starkes Team aus jungen Talenten.
Kunstrasen als Geheimwaffe
Ein entscheidender Faktor für die Erfolge der norwegischen Teams ist der Kunstrasen. In Norwegen gibt es viele Kunstrasenplätze, die das ganze Jahr über bespielbar sind. Die Spieler sind mit diesem Untergrund bestens vertraut. Der Ball springt und rollt anders als auf Naturrasen, was für Gegner wie Dortmund oder Bayern eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Bodø/Glimt und Viking Stavanger nutzen diesen Heimvorteil gezielt aus.
Sportnation Norwegen
Norwegen ist ein kleines Land mit nur 5,6 Millionen Einwohnern. Trotzdem ist es eine echte Sportnation. Kinder haben ein Recht auf Sport, unabhängig von ihrer Herkunft oder finanziellen Situation. Fußball ist dabei besonders beliebt und verzeichnet starke Zuwächse bei den Mitgliederzahlen. Die gezielte Förderung von Talenten und die gute Vernetzung zwischen Profivereinen und lokalen Clubs ermöglichen es auch späten Talenten, den Sprung in den Profifußball zu schaffen.