Die FIFA-Krise: Warum Gianni Infantinos Investorenpläne scheitern könnten
Hintergrund der Krise
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, steht unter massivem Druck. Er wollte bis zu 20 Prozent der Anteile an einem neuen Tochterunternehmen der FIFA an Investoren verkaufen. Diese Pläne haben weltweit für Empörung gesorgt. Besonders die UEFA, der europäische Fußball-Dachverband, hat mit einem Boykott aller FIFA-Turniere gedroht. Das wäre ein schwerer Schlag für den Weltfußball.
Der Widerstand wächst
Die Kritik an Infantinos Plänen kommt nicht nur aus Europa. Auch die Verbände aus Asien (AFC) und Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) haben sich gegen die Pläne ausgesprochen. Zusammen haben diese Verbände eine Mehrheit in der FIFA. Das bedeutet, dass die Pläne wahrscheinlich nicht durchkommen werden. Selbst innerhalb der FIFA gibt es Widerstand. Wichtige Mitarbeiter wie Carlos Cordeiro, ein leitender Berater, sind aus Protest zurückgetreten.
Warum sind die Pläne problematisch?
Die Pläne von Infantino sind aus mehreren Gründen umstritten. Erstens wurden sie heimlich vorbereitet, ohne die Verbände einzubeziehen. Zweitens geht es um den Verkauf von Anteilen an der Weltmeisterschaft, was viele als Ausverkauf des Fußballs sehen. Drittens gibt es Vorwürfe, dass Infantino mit Geld versucht, Zustimmung zu kaufen. Wer für die Pläne stimmt, soll eine Sonderzahlung von 20 Millionen US-Dollar erhalten.
Mögliche Konsequenzen
Sollte die UEFA ihre Boykottdrohung wahr machen, hätte das weitreichende Folgen. Bereits im September 2026 steht die U20-Weltmeisterschaft der Frauen in Polen an. Ohne die europäischen Top-Teams wäre dieses Turnier stark geschwächt. Auch die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien könnte betroffen sein. Die Krise zeigt, wie tief der Konflikt zwischen Infantino und den Verbänden ist.