E-Zigaretten: Wirksame Hilfe zum Rauchstopp mit Risiken
Wirksamkeit von E-Zigaretten
Eine große Studie zeigt, dass E-Zigaretten beim Aufhören mit dem Rauchen helfen können. Acht bis zehn von 100 Menschen schaffen es, sechs Monate lang nicht zu rauchen, wenn sie nikotinhaltige E-Zigaretten benutzen. Bei nikotinfreien E-Zigaretten sind es sechs von 100. Ohne Hilfe oder nur mit psychologischer Unterstützung schaffen das nur fünf von 100 Menschen. Die Studie basiert auf Daten von fast 30.000 Teilnehmern aus 80 verschiedenen Untersuchungen.
Gesundheitliche Risiken
Trotz der Hilfe beim Rauchstopp sind E-Zigaretten nicht harmlos. Kurzfristig gibt es keine Hinweise auf schwerwiegende Schäden, aber langfristige Auswirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht. Experten betonen, dass nikotinhaltige E-Zigaretten wahrscheinlich weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Allerdings gilt das nicht für illegale Vapes, die zusätzliche Risiken bergen können.
E-Zigaretten als Zwischenschritt
Die Studienautorin Jamie Hartmann-Boyce sieht den Umstieg auf E-Zigaretten als eine mögliche Alternative, wenn andere Methoden nicht helfen. Allerdings sollte dies nur ein Zwischenschritt sein. Das Ziel bleibt der vollständige Verzicht auf Nikotin. Aktuell wird an weiteren Studien gearbeitet, die helfen sollen, auch das Dampfen wieder aufzugeben.
Kritik und Warnungen
Experten wie Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) warnen, dass E-Zigaretten zwar beim Rauchstopp helfen, aber die Nikotinsucht bleibt. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Umstieg auf E-Zigaretten das Risiko für Lungenkrebs erhöht. Marisa Gerckens weist in ihrer Kolumne auf neue Gesundheitsgefahren hin, wie die E-Zigaretten-assoziierte Lungenschädigung (EVALI).