Iranische Hardliner mobilisieren gegen Verhandlungen mit den USA
Proteste gegen Außenminister Araghtschi
In mehreren Städten des Iran haben sich in den letzten Tagen Tausende Menschen versammelt. Sie protestieren gegen die Verhandlungen der iranischen Regierung mit den USA. Besonders in Teheran und Maschhad waren die Proteste lautstark. Die Demonstranten rufen Parolen wie: "Araghtschi, schäm dich!" und "Araghtschi, Ghalibaf, tretet zurück!" Abbas Araghtschi ist der Außenminister und einer der Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA. Mohammed Bagher Ghalibaf ist der Parlamentspräsident.
Die Rolle der Hardliner
Die Proteste werden von den Hardlinern organisiert. Diese politische Gruppe lehnt jeden Kompromiss mit dem Westen ab. Sie argumentieren, dass Verhandlungen mit den USA eine Gefahr für den Iran darstellen. In Maschhad forderten einige Demonstranten sogar den Tod Araghtschis. Sie nennen ihn einen "Kompromissmacher" und eine "Schande für das Land".
Einfluss im Parlament
Auch im iranischen Parlament melden sich die Hardliner zu Wort. Mahmoud Nabavian, ein führendes Mitglied, betont, dass der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus nicht abgeben dürfe. Die USA müssten verbindliche Zeitpläne für den Abzug ihrer Truppen vorlegen. Die Hardliner sehen die Verhandlungen als existenzielle Bedrohung für das Land und ihre eigene politische Position.
Strategie der Hardliner
Politikexperten wie Babak Dorbeiki erklären, dass die Hardliner versuchen, die politischen Kosten für die Regierung in die Höhe zu treiben. Sie nutzen ihre Verbindungen zu religiösen Gruppen und der paramilitärischen Miliz Basidsch, um Unruhe zu stiften. Dennoch glauben Experten, dass die Hardliner den Verhandlungsprozess nicht vollständig stoppen können.