Kölner Dom: Diskussion um neuen Eintrittspreis
Einführung des Eintrittspreises
Ab dem 1. Juli 2024 führt der Kölner Dom einen Eintrittspreis von 12 Euro ein. Das Domkapitel begründet diese Entscheidung mit den gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und Betrieb der gotischen Kathedrale. Die Rücklagen seien aufgebraucht, und ohne zusätzliche Einnahmen sei der Erhalt des Doms nicht mehr gesichert.
Ausnahmen und besondere Regelungen
Nicht alle Besucher müssen zahlen. Kinder unter 13 Jahren, Menschen mit Schwerbehinderung und Gottesdienstbesucher sind vom Eintritt befreit. Für Betende gibt es einen separaten Nordeingang, über den ein kleiner Bereich des Doms kostenlos zugänglich ist. Touristen, die den gesamten Dom besichtigen möchten, müssen am Haupteingang ein Ticket kaufen. Ermäßigungen gibt es für Schüler, Studenten und Inhaber von Sozialpässen.
Reaktionen auf den Eintrittspreis
Die Ankündigung des Eintrittspreises hat eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Befürworter wie der Maler Gerhard Richter und der TV-Moderator Guido Cantz unterstützen die Entscheidung. Sie argumentieren, dass der Erhalt des Doms eine verlässliche Finanzierung benötigt. Kritiker wie der Komiker Hape Kerkeling und die Feministin Alice Schwarzer befürchten dagegen, dass der Dom seine Rolle als offener Ort für alle verlieren könnte.
Vergleich mit anderen Kathedralen
Ein Vergleich mit anderen berühmten Kathedralen zeigt unterschiedliche Modelle. Während der Eintritt für die Sagrada Familia in Barcelona 26 Euro kostet, ist der Besuch von Notre-Dame in Paris kostenlos. In Deutschland verlangen der Berliner Dom und die Sebaldus-Kirche in Nürnberg ebenfalls Eintritt. Der Kölner Dom liegt mit 12 Euro im mittleren Bereich.
Ziele des Domkapitels
Dompropst Guido Assmann hofft, dass der Eintrittspreis den Alltag im Dom beruhigen wird. Weniger Besucher könnten dazu beitragen, den sakralen Charakter des Doms wieder stärker erlebbar zu machen. Gleichzeitig soll die neue Regelung eine nachhaltige Finanzierung des Doms sicherstellen.