Kolumbien nach schwerem Erdbeben: Über 100 Tote und tausende Vermisste
Das Erdbeben und seine direkten Folgen
Kolumbien wurde am Montagmorgen von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Westen des Landes. Mehr als 100 Menschen sind ums Leben gekommen, und über 2000 gelten als vermisst. Besonders betroffen sind die Städte Cali und Pereira. Viele Gebäude, darunter Schulen und Krankenhäuser, sind eingestürzt oder schwer beschädigt.
Reaktion der Regierung und Notstand
Präsident Abelardo de la Espriella hat den Notstand ausgerufen. Er betonte, dass die Rettung der unter Trümmern begrabenen Menschen oberste Priorität hat. Die Regierung mobilisiert alle verfügbaren Ressourcen. Kommunikationsverbindungen und die Stromversorgung sind in vielen Gebieten unterbrochen. Sechs Flughäfen sind wegen Schäden an der Infrastruktur außer Betrieb.
Internationale Unterstützung
Mehrere Länder haben Kolumbien Unterstützung zugesagt. Die USA stellen 15,5 Millionen Dollar für Hilfsmaßnahmen bereit. El Salvador, Mexiko und Chile bieten ebenfalls Hilfe an. El Salvadors Präsident Nayib Bukele erklärte, sein Land sei bereit, Rettungskräfte und medizinisches Personal zu entsenden.
Besondere Vorfälle und lokale Maßnahmen
In Manizales stürzte ein Turm der neugotischen Kathedrale ein. Bürgermeister Jorge Eduardo Rojas warnte vor möglichen Nachbeben. In Cali wurden Dutzende Häuser zerstört. Bürgermeister Alejandro Eder bat die Städte Bogotá und Medellín um Unterstützung. Drohnen sollen helfen, das genaue Ausmaß der Schäden zu ermitteln.