Studie: Regelmäßiges Kaltduschen mit weniger Fehltagen assoziiert
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Wissenschaft

Studie: Regelmäßiges Kaltduschen mit weniger Fehltagen assoziiert

Studiendesign und Teilnehmer

Wissenschaftler um Dr. Lena Glaser haben in einer umfassenden Studie untersucht, ob regelmäßiges kaltes Duschen die Gesundheit positiv beeinflusst. Die Forscher teilten die Teilnehmer zunächst zufällig in verschiedene Versuchsgruppen ein. Anschließend ordneten sie die Probanden jedoch anhand ihres selbst berichteten tatsächlichen Duschverhaltens neu ein. Als regelmäßiger Kaltduscher galt dabei, wer mindestens 70 Prozent seiner Duschen kalt genommen hatte, während alle übrigen die Vergleichsgruppe bildeten. Diese Einteilung war somit nicht identisch mit den anfangs zufällig zugewiesenen Gruppen, sondern ergab sich aus dem realen Verhalten während der Studie. Gerade zu Beginn der Versuche brachen jedoch viele Menschen das Kaltduschen wieder ab, weil es unangenehm war und sie sich nicht überwinden konnten. Sie wollten wissen, ob die Probanden trotz anfänglicher Schwierigkeiten durchhalten würden.

Ergebnisse zu Krankheit und Wohlbefinden

Die Gruppe der regelmäßigen Kaltduscher meldete im Vergleich zur Kontrollgruppe 26 Prozent weniger Tage mit Krankheitssymptomen und 31 Prozent weniger krankheitsbedingte Fehltage am Arbeitsplatz. Beide relativen Unterschiede waren statistisch signifikant. Daneben fiel das psychische Wohlbefinden bei den Kaltduschern im Mittel etwas besser aus. Beim körperlichen Wohlbefinden und beim Zustand der Haut zeigte sich dagegen kein gesicherter Unterschied. Die Aussagen beruhten auf Fragebögen, nicht auf körperlichen Messungen. Als Nutzen nannten die Probanden Wachheit, Erfrischung und Stolz auf die Überwindung. Die Forscher betonten jedoch, dass dies keine direkte Kausalität beweist. Dr. Lena Glaser erklärte zudem, dass Kaltduschen zwar nicht besonders angenehm sei, die Verhaltensänderung aber klein sei, da wir sowieso duschen.

Grenzen der Aussagekraft und Methodik

Die gesundheitlichen Befunde belegen allerdings weder eine geringere Zahl tatsächlicher Infektionen noch einen unmittelbaren Schutz durch das kalte Wasser selbst. Denn die entscheidenden Vergleichsgruppen entstanden erst aufgrund des tatsächlichen Duschverhaltens und nicht durch die zufällige Zuteilung am Studienbeginn. Menschen, die konsequent kalt duschen, könnten sich daher auch in anderen gesundheitsrelevanten Eigenschaften von den übrigen unterschieden haben. Zudem beruhten die Angaben zu Krankheits- und Fehltagen auf den Erinnerungen der Teilnehmer, nicht auf ärztlichen Diagnosen oder registrierten Arbeitsausfällen. Die Versuche waren nicht verblindet, und bei einer Teilstudie gingen wegen nicht zuordenbarer Kennungen viele Datensätze für die Längsschnittanalyse verloren. Die Untersuchung erfasste überwiegend junge, gesunde Freiwillige und schloss Personen mit bestimmten durch Kälte verschlimmerbaren Erkrankungen aus. Auch der biologische Mechanismus wurde nicht untersucht. Ob sich die Ergebnisse auf die breite Bevölkerung übertragen lassen, muss weitere Forschung zeigen.

Dieser Text greift Themen und Fakten aus einer Quelle auf und gibt sie in eigenen Worten wieder, angepasst an Sprachniveau B2.

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