Ukrainische Angriffe auf Raffinerien verschärfen Treibstoffkrise in Russland
Aktuelle Benzinknappheit in Russland
Seit einigen Wochen leidet Russland unter einer schweren Treibstoffkrise. Mindestens 30 Regionen sind betroffen, besonders Moskau und die Umgebung. Ukrainische Angriffe auf Raffinerien haben die Situation verschärft. Tankstellenketten wie Gazprom Neft und Tatneft haben den Verkauf von Benzin eingeschränkt. Lange Schlangen an Tankstellen sind die Folge.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Benzinknappheit hat weitreichende Folgen für die russische Wirtschaft. Taxifahrer, Kurierdienste und Bauunternehmen verzeichnen einen Rückgang ihrer Aufträge. Oleg Grigorenko, Chefredakteur der unabhängigen Infoseite "7x", erklärt: "Die Logistik privater Bauunternehmen hängt stark von Benzin ab." Ohne ausreichend Kraftstoff können Lieferketten nicht aufrechterhalten werden.
Probleme in den Regionen
Auch in der südrussischen Region Krasnodar gibt es Probleme. Die Behörden führen die langen Schlangen an Tankstellen auf die Ferienzeit zurück. Doch viele Einwohner sprechen von einem "Desaster in der Sommersaison". Ein Immobilienmakler aus Sotschi beschreibt die Situation: "In Sotschi gibt es kein Benzin." Die Stadt wirkt wie vor den Olympischen Spielen, als es weniger Autos und Urlauber gab.
Qualität des Benzins sinkt
Ein weiteres Problem ist die sinkende Qualität des Benzins. Viele Autofahrer berichten von Motorschäden durch verunreinigten Kraftstoff. Werkstätten sind überlastet, und es gibt monatelange Wartezeiten für Reparaturen und Ersatzteile. Wirtschaftsexperte Nikolaj Korschenewskij warnt: "Es ist unklar, was produziert und in welchen Mengen gemischt wird."