Cherson: Ein Leben im Visier russischer Drohnen
Die Menschenjagd in Cherson
In der südukrainischen Stadt Cherson werden Menschen gezielt von russischen Drohnen angegriffen. Die Bewohner nennen diese Angriffe „Safari“. Junge russische Drohnenpiloten üben hier mit echten Zielen. Viele Einwohner fliehen, weil sie das Leben in der Stadt nicht mehr ertragen können.
Die Rolle der Helfer
Andreas Tölke vom Berliner Verein „Be an Angel“ bringt humanitäre Hilfe nach Cherson und hilft Menschen wie Victoria und ihrer Tochter, die Stadt zu verlassen. Über den Straßen hängen Netze, um Drohnen aufzuhalten. Doch diese einfachen Drohnen, die man sogar bei Amazon kaufen kann, sind schwer zu stoppen. Tausende Zivilisten wurden bereits verletzt oder getötet.
Ein Alltag voller Angst
Für die 60.000 Menschen, die noch in Cherson leben, gibt es keine sicheren Orte. Sie müssen sich schnell bewegen und versuchen, sich zu verstecken. Organisationen wie „Sylni bo Vilni“ bieten Schutz und Gemeinschaftsräume in Kellern an. Dort können sich die Menschen treffen und kurzzeitig sicher fühlen.
Die psychischen Folgen
Der ständige Terror hat schwere Auswirkungen auf die Psyche der Menschen. Viele sind erschöpft und haben Angst. Rentnerin Nina beschreibt, wie sie sich bewegen: „Bekreuzigen, beten und los geht's.“ Die Organisation „Sylni bo Vilni“ bietet auch psychologische Unterstützung und Aktivitäten für Kinder an, um die Folgen des Krieges zu mildern.