Festnahmen wegen Protest-T-Shirts in Nigeria
Protest gegen die Regierung
In Nigeria protestieren viele Menschen gegen Präsident Bola Tinubu. Sie tragen T-Shirts mit dem Slogan "Tinubu Must Go". Das bedeutet "Tinubu muss weg". Die Polizei hat im Bundesstaat Borno fünf Männer festgenommen, weil sie diese Shirts trugen. Die Behörden werfen ihnen vor, den öffentlichen Frieden stören zu wollen. Die Männer wurden wegen krimineller Verschwörung, Anstiftung und Rowdytums angeklagt. Die Polizei verhinderte auch ein Treffen der Bewegung in Kano.
Polizei rechtfertigt Vorgehen
Die Polizei behauptet, die Festnahmen seien bei einer Routinekontrolle erfolgt. Dabei hätten die Beamten illegale Drogen gefunden. Die Polizei betont, die Männer würden nicht wegen ihrer politischen Meinung verfolgt. Doch Menschenrechtsorganisationen und Anwälte kritisieren das Vorgehen scharf. Sie glauben, die Polizei wolle die Kritik an der Regierung unterdrücken. Die Anwältin Hassana Maina nennt das Vorgehen verabscheuungswürdig. Sie sagt, abweichende Meinungen dürften nicht verboten werden. Das sei ein Angriff auf die Freiheit.
Sorge um die Demokratie
Die Vorfälle werfen Fragen zur Meinungsfreiheit auf. Nigeria bereitet sich auf Wahlen im Jahr 2027 vor. Doch Kritiker sagen, die Demokratie sei bedroht. Der Geschäftsführer von Amnesty International, Isa Sanusi, warnt vor einem besorgniserregenden Muster. Er sagt, das Tragen eines T-Shirts dürfe nicht zur Festnahme führen. Das sei ein Angriff auf die Demokratie selbst. Die Menschen müssen ihre Meinung frei äußern dürfen.