Dauerhafte Sommerzeit: Beliebt, aber nicht gesund
Die Sommerzeit ist beliebt, aber nicht gesund
Viele Menschen in Europa und Kanada wünschen sich, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird. In Umfragen sprechen sich die meisten für eine dauerhafte Sommerzeit aus. Der Grund ist einfach: Nach der Arbeit oder Schule ist es dann länger hell. Das mögen die Menschen sehr. Doch Wissenschaftler warnen davor. Sie sagen, dass eine dauerhafte Winterzeit viel gesünder wäre.
Warum das Morgenlicht wichtig ist
Forscher der University of British Columbia in Vancouver haben viele Studien untersucht. Das Team um Raymond Lam fand heraus, dass Morgenlicht die innere Uhr stabilisiert. Die innere Uhr steuert unseren Schlaf und unsere Stimmung. Wenn es abends lange hell ist, verschiebt sich die innere Uhr nach hinten. Das führt zu weniger Schlaf und schlechteren Leistungen in der Schule. Deshalb empfehlen große Fachgesellschaften für Schlaf und Chronobiologie die Standardzeit, also die Winterzeit.
Erfahrungen aus anderen Ländern
Die Forscher haben auch andere Länder betrachtet. Die USA führten 1974 während der Energiekrise eine dauerhafte Sommerzeit ein, nahmen sie aber schnell wieder zurück. Die Menschen wollten keine dunklen Wintermorgen. Auch Russland und Chile machten ähnliche Erfahrungen. In Kanada leiden etwa ein bis drei Prozent der Menschen an einer Winterdepression. Für sie wäre eine dauerhafte Sommerzeit besonders belastend, weil die Wege zur Schule oder Arbeit dann länger im Dunkeln wären.